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Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen: Juniperus sabina

Juniperus sabina L.
(syn. Sabina officinalis); Sadebaum (syn. Sebenbaum, Sevibaum, Stinkwacholder).
Fam.: Cupressaceae.
Heim.: Gebirgsregionen Südeuropas.
Drogen: 1. Sabinae aetheroleum (syn. Aetheroleum Sabinae, Oleum Sabinae); Sadebaumöl, das äther. Öl aus den beblätterten Zweigen. Inh.: Hauptkomponenten sind Sabinylacetat und Sabinen vgl. Formel, außerdem liegen u.a. β-Myrcen, Terpinen-4-ol, α-Pinen, Limonen und β-Thujon vor. Anw.: früher in der Volksheilkunde bei Menstruationsstörungen, mißbräuchlich als Abortivum sowie gelegentlich äußerlich als intensives Hautreizmittel. Geg.: Wegen der hohen Toxizität ist vor einer innerlichen Anwendung zu warnen. 2. Sabinae summitates (syn. Cacumina Sabinae, Folia Sabinae, Frondes Sabinae, Herba Sabinae, Ramuli Sabinae, Sabinae cacumina, Sabinae herba, Sabinae ramuli, Summitates Sabinae, Turiones Sabinae); Sadebaumkraut (syn. Sabinakraut, Sabinerkraut, Sadebaumspitzen, Sebenstrauchkraut, Sevenkraut, Sevikraut), die getrockneten, jüngsten Zweigspitzen. Inh.: äther. Öl (2-3 %, s. Sabinae aetheroleum), ferner Lignanderivate, u.a. Savinin und Podophyllotoxin. Anw.: Früher bei Menstruationsstörungen, in Salbenform zur Behandlung von Feigwarzen sowie mißbräuchlich als Abortivum.
Hom.: Juniperus sabina HAB1; Sadebaum, die frischen, noch unverholzten Zweigspitzen mit den Blättern. Anw.-Geb.: Erkrankungen der weiblichen Geschlechtsorgane, der Nieren und ableitenden Harnwege sowie des Stütz- und Bewegungsapparates, z.B. Gebärmutterblutung, Entzündung der Harn-und Geschlechtsorgane, Rheumatismus und Warzen.



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