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Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen: Justicia adhatoda

Justicia adhatoda L.
(syn. Adhatoda vasica, Adhatoda zeylanica, Ecbolium adhatoda).
Fam.: Acanthaceae.
Vork.: Nordindien, bes. Pandschab, Nepal, Assam, heute auch kultiviert.
Droge: Folia Adhatodae (syn. Justicia-adhatoda-Blätter); Adhatoda-vasika-Blätter (syn. Vasika-Blätter), die getrockneten Laubblätter. Inh.: Chinazolin-Alkaloide (0,5-2 %, v.a. Vasicin, Vasicinon vgl. Formel), Hydroxyvasicin und Vasicolin, äther. Öl (ca. 0,2 %, unbekannter Zusammensetzung) mit unangenehmem Geruch. Anw.: in der Volksheilkunde bei Katarrhen der oberen Luftwege, akuter und chronischer Bronchitis, aber auch bei Lungentuberkulose als hustenreizstillendes und auswurfförderndes Mittel. In der Ayurvedamedizin werden als weitere Anwendungsgebiete Gonorrhoe, Unreinheiten des Körpers, Durchfall und Schlangenbisse angegeben. Diese Wirksamkeiten sind klinisch nicht belegt, wenngleich Vasicin experimentell eine langanhaltende Bronchodilatation auslöst.
Hom.: Adhatoda vasica (syn. Justicia adhatoda), die frischen Blätter. Anw.-Geb.: akute Entzündungen der Luftwege, Heuschnupfen.
Histor.: Vasicin diente in der experimentellen Pharmakologie als Modellsubstanz für chemische Synthesereihen von Expektorantien, aus denen die Arzneimittel Bromhexin und Ambroxol hervorgegangen sind.



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