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Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen: Knautia arvensis

Knautia arvensis (L.) Coult.
(syn. Scabiosa arvensis, Trichera arvensis); Acker-Witwenblume (syn. Ackergrindkraut, Acker-Knautie, Acker-Scabiose, Grindkraut, Honigblume, Krätzkraut, Witwenblume).
Fam.: Dipsacaceae.
Vork.: Europa.
Droge: Knautiae arvensis herba (syn. Herba Knautiae arvensis, Herba Scabiosae, Herba Scabiosae arvensis, Herba Scabiosae vulgaris); Ackerscabiosenkraut (syn. Ackergrindkraut, Ackerknautienkraut, Ackerwitwenblumenkraut, Grindkraut, Kratzkraut, Scabiosenkraut), der beblätterte Stengel samt den Blütenköpfchen. Inh.: Iridoide (Pseudoindikane), u.a Dipsacan. Ferner Triterpene, u.a. Ursolsäure, Triterpensaponine, u.a Knautiosid (1,1-1,7 %), Phytosterole, Flavonoide und Kaffeesäurederivate. Anw.: volkstümlich innerlich und äußerlich bei chronischen Hautleiden, Urticaria, Kopfgrind sowie bei Kondylomen. Mitunter auch innerlich bei Husten und Halsentzündungen.
Hom.: Knautia arvensis HAB1; Acker-Witwenblume, die frischen, oberirdischen Teile blühender Pflanzen. Anw.-Geb.: Erkrankungen der unteren Atemwege sowie des Magen-Darm-Traktes.
Histor.: Der heutige Gattungsname Knautia wurde nach dem Arzt Chr. Knaut (1654-1716) aus Halle benannt. Dagegen ist die ursprüngliche Bezeichnung Scabiosa auf das lateinische scabies (Krätze) wegen der früheren Verwendung der Pflanze gegen Krätze gebildet worden. Der Artname arvensis bezieht sich auf den bevorzugten Standort der Pflanze, nämlich Äcker und Weiden. Die klassischen Kräuterbücher des 16. Jh. erwähnen die Droge.

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