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Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen: Lepidium sativum

Lepidium sativum L.
(syn. Cardamom sativum, Crucifera nasturtium, Lepidium hortense, Nasturtium sativum, Thlaspi nasturtium, T. sativum, Thlaspidium sativum); Gartenkresse.
Fam.: Brassicaceae (Cruciferae).
Vork.: weltweit kultiviert in gemäßigten bis warmen Gebieten.
Droge: Lepidii sativi herba (recens) (syn. Folia Nasturtii, Herba Lepidii sativi recens, Herba Nasturtii hortensis); Gartenkressekraut, das frische oder getrocknete, zur Blütezeit oder kurz danach geerntete Kraut. Inh.: äther. Öl (ca. 0,1 %) mit Benzylcyanid (Phenylacetonitril) als Hauptkomponente, ferner Glucosinolate mit Glucotropaeolin (Benzylglucosinolat) als Hauptglucosinolat sowie deren Abbauprodukte. Insbesondere die Frischdroge enthält Vitamine, u.a. Carotin, B1, B2, B6, C, E, und Nicotinamid. An Mineralstoffen ist besonders der Gehalt an Kalium mit 346,5 mg gegenüber Natrium mit 3,15 mg je 100 g Frischdroge hervorzuheben. Anw.: in der europäischen Volksheilkunde bei Verstopfung, bei zu geringer Harnausscheidung, bei Husten und Vitamin-C-Mangel. In der Küche dient die Droge als Gewürz und Salat. Tox.: Das Senföl der Gartenkresse kann bei hoher Konzentration auf der Haut zu Irritationen führen, innerlich verabreicht diente es in früheren Zeiten als Abortivum.

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