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Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen: Linaria vulgaris

Linaria vulgaris Mill.
(syn. Antirrhinum linaria); Leinkraut (syn. Ackerlein, Gelbes Löwenmaul, Frauenflachs), vgl. Abbildung.
Fam.: Scrophulariaceae.
Vork.: Mittel- und Osteuropa.
Droge: Herba Linariae (syn. Herba Antirrhini, Linaria); Leinkraut (syn. Wildes Leinkraut, Frauenflachs, Ackerleinkraut, Gelbes Löwenmaulkraut), das getrocknete, blühende Kraut. Inh.: Flavonglykoside, u.a. Linarin und Pectolinarin, sowie in Spuren Alkaloide, u.a. Peganin. Anw.: volkstümlich als Diuretikum, mildes Laxans sowie – meist in Salbenform – bei Hämorrhoiden.
Hom.: Linaria vulgaris (syn. Linaria) HAB; die frischen, oberirdischen Teile blühender Pflanzen. Anw.-Geb.: Leberschwäche, Blasenentzündung.
Histor.: Sowohl der Gattungsname Linaria als auch die deutsche Bezeichnung Leinkraut wurden auf Grund der dem Lein ähnlichen Blätter geprägt. Die Kräuterbücher des 15. und 16. Jh. beschreiben das Leinkraut und nennen als Hauptanwendungsgebiete Leber- und Milzleiden sowie Harn- und Stuhlverhalten. Im Volksglauben galt die Pflanze längere Zeit als Schutz gegen Hexenzauber und Verwünschungen für kleine Kinder.



Linaria vulgaris, Leinkraut

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