Direkt zum Inhalt

Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen: Lophophora williamsii

Lophophora williamsii (Lem. ex Salm-Dyck) Coult.
(syn. Anhalonium lewinii, A. williamsii, Ariocarpus williamsii, Echinocactus lewinii, E. williamsii, Lophophora echinata, L. lewinii, L. lutea, Mamillaria lewinii, M. williamsii), Peyote-Kaktus (syn. Peyotl-Kaktus), vgl. Abbildung.
Fam.: Cactaceae.
Vork.: Mexiko, Texas.
Droge: Lophophora-williamsii-Sproß; der nadelkissenartige, oberirdische, quer abgeschnittene und getrocknete, zähkorkige Sproß. Inh.: etwa 30 Alkaloide vom Tetrahydroisochinolin-Typ, besonders Mescalin (5-7 %) sowie Anhalonidin vgl. Formel, Hordenin, Pellotin und Lophophorin u.a. Anw.: L. williamsii ist die Grundlage für die Herstellung der Mescal-Buttons (Meskalkopf, Peyotl, Pellote, Schnapsknöpfe), d.h. die in Scheiben geschnittenen und getrockneten Teile der Pflanze. Diese werden seit Urzeiten von den mittelamerikanischen Indianervölkern zur Erzeugung von Halluzination im Rahmen mystischer und religiöser Zeremonien eingesetzt (Halluzinogene biogenen Ursprungs). Dabei werden intensive Visionen erzeugt, die mehrere Stunden anhalten und dem Konsumenten das Gefühl vermitteln, direkt mit Gott und Geistern verkehren zu können. Die Benutzung dieser Rauschdroge ist in den USA und Kanada den Angehörigen der "Native American Church" im Rahmen ihrer Veranstaltungen offiziell gestattet.
Hom.: Anhalonium lewinii HAB 34; Peyotl, die frische Pflanze mit Wurzeln. Anw.-Geb.: psychische Befindlichkeitsstörungen, Sinnestäuschung, Nervenschmerzen, Erkrankungen mit Zerfall der Persönlichkeit, übersteigerte Sinnenwahrnehmungen.



Lophophora williamsii, Peyote-Kaktus



Lesermeinung

Wenn Sie inhaltliche Anmerkungen zu diesem Artikel haben, können Sie die Redaktion per E-Mail informieren. Wir lesen Ihre Zuschrift, bitten jedoch um Verständnis, dass wir nicht jede beantworten können.

  • Die Autoren

Partnerinhalte