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Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen: Lupinus albus

Lupinus albus L.
(syn. Lupinus bivonae, L. graecus, L. prolifer, L. termis); Weiße Lupine.
Fam.: Fabaceae (Leguminosae).
Vork.: Südeuropa, v.a. Balkan, Mittelmeergebiete und Nordafrika.
Droge: Lupinus-albus-Samen (syn. Lupinensamen), die reifen Samen. Inh.: Oligosaccharide, wie Saccharose, Raffinose, Stachyose und Verbascose; Proteine, Lipide mit Sterolen und Triglyceriden; Alkaloide, u.a. Lupanin, Albin und Multiflorin. Anw.: früher in der Volksheilkunde bei Ektoparasitosen, bei Diabetes, zur Abtreibung und Regulation der Menstruation. Im Haushalt wurde die Droge früher als Kaffee-Ersatz sowie gemahlen zur Ernährung verwendet. Alkaloidfreie Sorten dienen in Asien heute zur Bereitung von Tufu und Tempe. Auch zur Tierernährung wird die Droge verwendet.
Histor.: Lupinensamen werden seit dem Altertum als Nahrung für Mensch und Tier genutzt. Nachweise dafür stammen aus dem alten Ägypten, in Deutschland wird die Pflanze seit dem 16. Jh. angebaut. Seit dem 20. Jh. werden zunehmend alkaloidfreie Sorten gezüchtet, die als Viehfutter dienen.

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