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Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen: Mansonia altissima

Mansonia altissima A. Chevalier.
Fam.: Sterculiaceae.
Vork.: Afrika, besonders Liberia bis Zentralafrika.
Droge: Stammrinde und Samen. Inh.: Strophanthidin-Glykoside, wie die Mansonine; Sesquiterpen-Chinone, wie die Mansonone vgl. Formel; Gerbstoffe, Strophallosid. Anw.: Bestandteil afrikanischer Pfeilgifte mit beträchtlicher Toxizität.
Histor.: Die Zubereitung des Pfeilgiftes geschah früher unter mancherlei geheimnisvollen rituellen Begleitumständen (sexuelle Enthaltsamkeit, besondere Reinigungsriten, Nahrungskarenz, etc). Heute stellen die Buschmänner und Jäger das Gift einfacher in ihren Lagern her, wobei Mansonia-Bäume als Drogenquelle genutzt werden, in deren Nähe tote Schmetterlinge liegen. Der zunächst bereitete Rindensaft soll, auf die Nasenspitze aufgebracht, ein stechendes Gefühl verursachen, wenn die Herstellung erfolgreich war. Die Giftbereitung kann mit heißem oder kaltem Wasser erfolgen, in jedem Fall wird Mansonia altissima aber mit anderen Drogen gemischt.



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