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Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen: Nasturtium officinale

Nasturtium officinale R. Br.
(syn. Baeumerta nasturtium, Cardamine fontana, Cardaminum nasturtium, Nasturtium aquaticum, N. fontanum, Radicula nasturtium, Rorippa nasturtium, R. nasturtium-aquaticum, Sisymbrium nasturtium, S. nasturtium-aquaticum); Brunnenkresse (syn. Bachkresse, Echte Brunnenkresse, Gemeine Brunnenkresse, Grabenkresse, Grundkresse, Wasserkresse).
Fam.: Brassicaceae (Cruciferae).
Vork.: weltweit, besonders in fließendem Wasser und an sonnigen Standorten.
Droge: Nasturtii herba (syn. Herba Cardami, Herba Cardamines, Herba Nasturtii, Herba Nasturtii aquatici, Herba Nasturtii cardamines); Brunnenkressenkraut (syn. Brunnenkresse, Frische Brunnenkresse, Wasserkraut, Wasserkresse), die getrockneten oder frischen, während der Blütezeit gesammelten oberirdischen Teile. Inh.: Abbauprodukte der Glucosinolate, besonders Phenylethylisothiocyanat (ca. 90 %) und weitere Senföle. Außerdem Vitamin C (ermittelte Menge: 83,1 mg/100 g Frischgewicht). Anw.: aufgrund des bitteren Geschmacks bei Appetitlosigkeit und Verdauungsbeschwerden sowie als natürliche Vitamin-C-Quelle, z.B. für sog. Frühjahrskuren.
Hom.: Nasturtium officinale HAB 1; Brunnenkresse, die frischen, zur Blütezeit gesammelten, oberirdischen Teile. Anw.-Geb.: Erkrankungen der Nieren und ableitenden Harnwege.
Histor.: Der Gattungsname Nasturtium wird vom lateinischen nasus (Nase) und tortium (Qual) abgeleitet und bezieht sich auf die Eigenschaft der Pflanze, starkes Niesen hervorzurufen. Die Bezeichnung Kresse wird mit dem althochdeutschen Kras, gras (Speise) in Zusammenhang gebracht, wohl wegen der Verwendung als Gemüse und Salat. Mit der Bezeichnung Brunnenkresse wird auch der bevorzugte Standort ausgedrückt. Bereits Dioskurides beschreibt die Brunnenkresse als Heil- und Genußpflanze, und die Kräuterbücher des Mittelalters rühmen sie als wurmtötendes, blutreinigendes, harntreibendes und erweichendes Mittel. Auch die Behandlung bei Skorbut und Bronchitis wird empfohlen.

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