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Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen: Nigella sativa

Nigella sativa L.
Schwarzkümmel.
Fam.: Ranunculaceae.
Vork.: Südeuropa, Nordafrika, u.a. Ägypten.
Droge: Semen Nigellae sativae (syn. Semen Melanthii); Schwarzkümmelsamen, der reife Samen. Inh.: äther. Öl (0,4-2,5 %) mit p-Cymen (37,5 %), Thymochinon (31 %) und α-Pinen (5,2 %) als dominierenden Komponenten, Alkaloide, wie Nigellidin vgl. Formel, sowie fettes Öl (ca. 33 %) mit mehr als 50 % Glyceriden der Linolsäure. Anw.: volkstümlich bei Verdauungsbeschwerden, als Galactagogum und Diuretikum, vor allem aber wegen seines aromatischen, scharfwürzigen Geschmacks als Gewürz. Das fette Öl, gewonnen durch Kaltpressung, ist würzig und ernährungsphysiologisch hochwertig. Es ist zur Herstellung von Nahrungsergänzungsmitteln geeignet.
Hom.: Nigella sativa, die reifen Samen. Anw.-Geb.: Magenerkrankungen, Gelbsucht, Leberleiden.
Histor.: In Ägypten und einigen nahöstlichen Ländern wird Schwarzkümmel seit dem Altertum, besonders als Gewürz, z.B. im Brot oder anderen Speisen, genutzt. Der Gattungsname Nigella wurde aus dem lateinischen nigellus (schwärzlich) gebildet und bezieht sich auf die dunklen Samen. Als Kulturpflanze gehört Nigella sativa zum Capitulare de villis Karls des Großen. Die Kräuterbücher des 16. Jh. nennen die Pflanze "Schwartzer Coriander".



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