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Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen: Origanum majorana

Origanum majorana L.
(syn. Amaracus majorana, A. vulgaris, Majorana cretica, M. fragrans, M. hortensis, M. majorana, M. mexicana, M. ovalifolia, M. suffruticosa, M. tenuifilia, M. vulgaris, Origanum confertum, O. dubium, O. majoranoides, O. odorum, O. suffruticosum); Majoran (syn. Gartenmajoran, Wurstkraut), vgl. Abbildung.
Fam.: Lamiaceae (Labiatae).
Vork.: Mittelmeergebiete, Kulturen auch in Mitteleuropa.
Drogen: 1. Majoranae aetheroleum (syn. Aetheroleum Majoranae, Oleum Majoranae); Majoranöl, das durch Wasserdampfdestillation des blühenden, frischen oder getrockneten Krautes gewonnene Öl. Inh.: Zusammensetzung schwankend, jedoch besonders Terpinen-4-ol (15-40 %), cis-Sabinenhydrat (5-25 %), γ-Terpinen (2-12 %), α-Terpinen (1-7 %), Sabinen- und trans-Sabinenhydrat (je 2-6 %) enthaltend. Anw.: volkstümlich bei Krämpfen im Magen-Darm-Bereich, bei Gallenbeschwerden und Husten. 2. Majoranae herba (syn. Herba Amaraci, Herba Majoranae, Herba Sampsuchi); Majorankraut, die getrockneten, zur Blütezeit gesammelten und von den Stengeln abgestreiften Blätter und Blüten. Inh.: äther. Öl (s. Majoranae aetheroleum), ferner Flavonoide, u.a. Diosmetin, Orientin, Vitexin, Luteolin-7-O-glucosid; Phenolglykoside, u.a. Arbutin (ca. 0,4 %); Lamiaceengerbstoff (etwa 2,3 %), u.a. Rosmarinsäure, sowie Triterpensäuren, u.a. Oleanol- und Ursolsäure. Anw.: früher in Form einer Schnupfensalbe in der Säuglings- und Kleinkinderpraxis. Infolge nicht ausreichend geklärter Risiken nicht mehr genutzt. Volkstümlich auch bei Verdauungsbeschwerden, Depressionszuständen, Krampfhusten und Migräne. Große Mengen der Droge werden als Gewürz, besonders für Wurstwaren, genutzt.
Hom.: Origanum majorana (syn. Majorana) HAB 1, die frischen, oberirdischen Teile blühender Pflanzen. Anw.-Geb.: Erkrankungen der männlichen Geschlechtsorgane, gesteigerte sexuelle Erregbarkeit.



Origanum majorana, Majoran

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