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Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen: Oryza sativa

Oryza sativa L.
Reis.
Fam.: Poaceae (Gramineae).
Vork.: Heimat vermutlich Südostasien, Anbau in sämtlichen tropischen und subtropischen Gebieten, bes. China, Indien, südostasiatische Gebiete, u.a. Vietnam, sowie Mittel- und Südamerika.
Drogen: 1. Oryzae amylum (syn. Amylum Oryzae); Reisstärke, die Stärke der reifen Samen (syn. Reiskörner). Inh.: zusammengesetzte Stärkekörner, die bei der Aufarbeitung in sehr kleine, 4-6 μm große, Teilkörner zerfallen. Anw.: als reizlinderndes Mittel, z.B. in Streupudern, als Hilfsstoff, u.a. in der Tablettierung, zur Herstellung von Nährpräparaten und technisch in der Farben- und Seifenindustrie sowie als Appreturmittel. 2. Oleum Oryzae; Reisöl, das fette Öl der Reiskleie. Inh.: Lipasen, Triglyceride, β-Sitosterol, Ferulasäure, Coprostan. Anw.: zur Herstellung von Seifen und Stearinsäure sowie als Rostschutzmittel verwendet. Für Speisezwecke muß die Droge erst raffiniert und gebleicht werden. Reisöl zeichnet sich dadurch aus, daß es Geschmacksstoffe nicht aufnimmt.
Histor.: Der Gattungsname Oryza entspricht dem altindischen oryza (Reis). vgl. Abbildung



Oryza sativa.

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