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Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen: Peumus boldus

Peumus boldus Mol.
(syn. Peumus fragrans); Boldo.
Fam.: Monimiaceae.
Vork.: Chile, Peru.
Droge: Boldo folium (syn. Folia Boldo, Boldo); Boldoblätter, die getrockneten Laubblätter. Inh.: Alkaloide (ca. 0,2 %), u.a. Boldin vgl. Formel, Laurotetanin, Laurilotsin; Flavonoide, u.a. Peumosid; Boldoglucin, äther. Öl mit Ascaridol, Cymol und 1,8-Cineol, Gerbstoffe und Gummi. Anw.: in der Volksheilkunde als Cholagogum, Diuretikum, Stomachikum und Antirheumatikum. In Chile auch als Anthelmintikum eingesetzt. In größeren Mengen eingenommen wirkt die Droge brecherregend. Zur Teezubereitung verwendet man als Einzeldosis 1 Teelöffel (ca. 1,5 g) feingeschnittene Droge. Als Tagesdosis werden etwa 4,5 g Droge empfohlen.
Hom.: Peumus boldus HAB 1; Boldoblätter, die getrockneten Blätter. Anw.-Geb.: Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, der Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse.
Histor.: Der Gattungsname Peumus ist der chilenische Pflanzenname. Der Artname boldus wurde nach dem spanischen Botaniker Boldo geprägt.



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