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Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen: Physalis alkekengi

Physalis alkekengi L.
Lampionblume (syn. Blasenkirsche, Judenkirsche, Teufelskirsche), vgl. Abbildung.
Fam.: Solanaceae.
Vork.: Mittel- und Südeuropa, Asien, Amerika.
Droge: Fructus Alkekengi (syn. Baccae Alkekengi); Judenkirsche (syn. Blasenkirsche), die reifen Früchte. Inh.: Bitterstoffgemisch Physalin (Steroide), Carotinoide, wie Zeaxanthin, Gerbstoffe, Schleimstoffe. Anw.: in der Volksheilkunde bei Nieren- und Blasenleiden sowie Gicht und Rheuma.
Hom.: Physalis alkekengi HAB 1; Judenkirsche, die frischen, reifen Beeren. Anw.-Geb.: Erkrankungen der Niere und ableitenden Harnwege.
Histor.: Der Gattungsname Physalis ist vom griechischen physalis (Blase) übernommen und bezieht sich auf den aufgeblasenen Kelch. Auch die Namen Lampionblume sowie Judenkirsche wurden wegen der aufgeblasenen roten Fruchtkelche geprägt, da sie der Kopfbedeckung, die Juden im Mittelalter trugen, ähneln. Paracelsus verordnete die Pflanze als nierenstärkendes und diuretisches Mittel. Auch die Kräuterbücher des Mittelalters heben die harn-, stein- und nierengrießtreibenden Eigenschaften der Droge hervor.



Physalis alkekengi, Lampionblume

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