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Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen: Piper longum

Piper longum L.
(syn. Chavica Roxbhurgii, C. sarmentosa, Piper latifolium, P. sarmentosum); Bengalpfeffer (syn. Langer Pfeffer).
Fam.: Piperaceae.
Heim.: Himalajagebiet, kultiviert in Bangladesh, Indien, Sri Lanka.
Droge: Fructus Piperis longi (syn. Piper longum, Piperis longi fructus, Spadices Piperis longi); Piper-longum-Früchte (syn. Brasilianischer Pfeffer, Fliegenpfeffer, Langer Pfeffer, Stangenpfeffer), die vor der Reife gesammelten Früchte. Inh.: äther. Öl (ca. 1 %), v.a. Sesquiterpene, daneben p-Cymen, Dihydrocarveol, Terpinolen und α-Thujen; Piperin (4-6 %) und Derivate; Zimtsäurederivate. Anw.: ähnlich wie Piper nigrum; in der Volksheilkunde Indiens bei Bronchialasthma, zur Hustenstillung, bei Muskelschwäche, Leber- und Galleleiden sowie bei Befall mit Eingeweidewürmern. In der Kombination mit anderen Drogen in der Ayurveda-Medizin gegen eine Übersäuerung des Magens und gegen Duodenumgeschwüre angewendet.
Histor.: Die Droge wird in Asien und Arabien seit langer Zeit als Gewürz, Aphrodisiakum und Heilmittel verwendet, z.B. in den Orientalischen Fröhlichkeitspillen. In tantrischen Ritualen ist der Lange Pfeffer ein Hauptbestandteil für aphrodisische Rezepturen.

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