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Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen: Pogostemon cablin

Pogostemon cablin (Blanco) Benth.
(syn. Pogostemon patchouli); Patschulipflanze (syn. Patchouly).
Fam.: Lamiaceae (Labiatae).
Vork.: Indo-malayische Gebiete, Sumatra, Borneo, Java, auch kultiviert in Indien, Sri Lanka, Südchina, Philippinen, Seychellen und Paraguay.
Drogen: 1. Folia Patchouli (syn. Herba Patchouli); Patschuliblätter (syn. Patchouliblätter), die Blätter. Inh.: äther. Öl (1,5-4 %). Anw.: in der Volksheilkunde als Antiseptikum sowie zur Gewinnung von Oleum Patchouli. Auch zum Parfümieren von Teppichen und zum Vertreiben von Insekten wird die Droge eingesetzt. 2. Oleum Patchouli (syn. Oleum Foliorum Patchouli); Patschuliöl (syn. Patchouliöl), das äther. Öl aus den Blättern. Zu dessen Gewinnung werden die Blätter nach der Ernte kurz angetrocknet, zu Ballen gepreßt und danach fermentiert (Autolyse) sowie erneut getrocknet. Durch Wasserdampfdestillation wird das äther. Öl abgetrennt. Inh.: Patchoulialkohol = Patchoulicampher (ca. 50 %) vgl. Formel, Sesquiterpene, wie Dhelwangin; Eugenol, Zimtalkohole, Azulene, Patchoulipyridin und Epiguaipyridin. Anw.: in der Volksheilkunde als Antidepressivum und Aphrodisiakum mit beruhigenden und stärkenden Eigenschaften sowie in der Kosmetik und Parfümerie, früher auch als Mottenschutzmittel.



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