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Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen: Polymyxine

Polymyxine
Antibiotika aus der Gruppe der heteromeren Polypeptide (Acylpeptidantibiotika), die von Bacillus polymyxa var. colistinus gebildet werden, u.a. Polymyxin B1 und B2, Polymyxin E1 und E2 (Colistine). Wirk.: Schädigung der Zytoplasmamembran (Einlagerung eines Fettsäurerestes in die Membran) von Bakterien und damit Erhöhung der Permeabilität bzw. Aufheben der osmotischen Barriere, insbesondere bei gramnegativen Stäbchen. Anw.: als Antibiotika der zweiten Reihe zur Behandlung von Haut-, Schleimhaut- und Augeninfektionen sowie Infektionen des Gehörganges. Eine parenterale Applikation wird wegen der schweren Nebenwirkungen (Nierenschäden, neurologische Fehlfunktionen) nicht mehr empfohlen.



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