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Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen: Quassia amara

Quassia amara L.
(syn. Quassia alatifolia, Q. cocea, Q. gujanensis); Quassia (syn. Quassiaholzbaum).
Fam.: Simaroubaceae.
Vork.: Nordbrasilien, Venezuela, Mexiko, Westindien.
Droge: Quassiae lignum (syn. Lignum Quassiae); Bitterholz (syn. Fliegenholz, Jamaika-Bitterholz, Surinam-Quassiaholz). Unter der gleichen Bezeichnung wird auch die Droge von Picrasma excelsa geführt. Inh.: Quassinoide (0,15 %), wie Quassin und Neoquassin; β-Carboline, Cathin-6-on-Alkaloide. Anw.: Bittermittel (Picrasma excelsa).
Hom.: Quassia amara HAB 1; Bitterholz, das getrocknete Holz der Stämme und Äste. Anw.-Geb.: Erkrankungen der Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse.
Histor.: Der Gattungsname Quassia wurde von Linné nach einem Sklaven mit dem Namen Quassi benannt. Dieser soll das Holz zum ersten Male gegen Fieber verwendet haben; amara (lat.) bedeutet bitter. Die Eingeborenen Brasiliens verwenden seit langer Zeit sowohl die Rinde als auch das bitter schmeckende Holz als Stomachikum. Nachdem die Pflanze durch eine Schrift Linnés allgemein bekannt wurde, fanden Rinde, Wurzel und Holz 1788 zunächst Aufnahme in die Londoner Pharmakopöe, der später weitere europäische Arzneibücher folgten.

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