Direkt zum Inhalt

Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen: Ranunculus-Arten

Ranunculus-Arten

Fam.: Ranunculaceae.

Ranunculus acris L. (syn. Ranunculus acer); Scharfer Hahnenfuß; vgl. Abbildung.
Vork.: Europa, Asien, Nordamerika, Nordafrika.
Droge: das Kraut. Inh.: Protoanemonin, Anemonin vgl. Formel, Isoanemonsäure; Saponine; Vitamin C, Aminosäuren, Gerbstoffe. Anw.: früher in der Volksheilkunde als Wurmmittel, als blasenziehende Droge, gegen chronische Hautleiden, Rheuma und Gicht.
Hom.: Ranunculus acris (syn. Ranunculus acer) HAB 34; die frischen, oberirdischen Pflanzenteile. Anw.-Geb.: Rheumatismus, Hautausschläge, Neuralgien.



Ranunculus acris, Scharfer Hahnenfuß



Ranunculus bulbosus L.; Knollenhahnenfuß (syn. Knolliger Hahnenfuß).
Vork.: Europa, Nordamerika.
Droge: das frische Kraut. Inh.: v.a. Protoanemonin und Anemonin. Anw.: als blasenziehendes Mittel bei Rheuma, Gicht, Neuralgien, Grippe und Hauterkrankungen.
Hom.: 1. Ranunculus bulbosus HAB 1; Knolliger Hahnenfuß, die ganze, frische, blühende Pflanze. Anw.-Geb.: Erkrankungen des peripheren Nervensystems, des Auges, der unteren Atemwege, der Haut und ihren Anhangsgebilden sowie des Stütz- und Bewegungsapparates. 2. Ranunculus bulbosus ex herba HAB; die frischen, oberirdischen Pflanzenteile. Anw.-Geb.: Viruserkrankungen der Haut und Hornhaut der Augen, Brustfellerkrankungen, Rheumatismus, Nervenschmerzen.

Ranunculus ficaria L. (syn. Ficaria verna); Scharbockskraut (syn. Feigwurz), vgl. Abbildung.
Vork.: Europa, Asien.
Droge: das Kraut. Inh.: wenig Protoanemonin und Anemonin, Saponine, Vitamin C. Anw.: in der Volksheilkunde bei chronischen Hautleiden und zu Blutreinigungskuren.
Hom.: Ranunculus Ficaria HAB 34, das frische Kraut. Anw.-Geb.: Hämorrhoiden.



Ranunculus ficaria, Scharbockskraut

Ranunculus sceleratus L.; Gifthahnenfuß.
Vork.: Europa, Afrika, Ostasien.
Droge: das frische Kraut. Inh.: Protoanemonin, Anemonin, Ranunculin, Cholin, Steroide, Pyrogallol, Tannine, Flavonoide.
Hom.: Ranunculus sceleratus HAB 34; die frischen, oberirdischen Pflanzenteile. Anw.-Geb.: Bläschenausschlag, Leberstörungen, Rheuma.
Histor.: Der Gattungsname Ranunculus ist die Verkleinerungsform vom lateinischen rana (Frosch) und ist darauf zurückzuführen, daß mehrere Arten an sumpfigen Stellen oder im Wasser, d.h. in der Nähe der Frösche vorkommen. Der Artname sceleratus (lat., unheilvoll) weist auf die Giftigkeit der Pflanze hin. Der dt. Name Hahnenfuß wurde wegen der Ähnlichkeit der Blattform einiger Arten mit den Klauen eines Hahnes geprägt.

Schreiben Sie uns!

Wenn Sie inhaltliche Anmerkungen zu diesem Artikel haben, können Sie die Redaktion per E-Mail informieren. Wir lesen Ihre Zuschrift, bitten jedoch um Verständnis, dass wir nicht jede beantworten können.

  • Die Autoren

Partnerinhalte