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Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen: Sisymbrium officinale

Sisymbrium officinale (L.) Scop.
(syn. Chamaeplium officinale, Erysimum officinale, E. officinarum, E. runcinatum); Weg-Rauke (syn. Gelbes Eisenkraut, Kreuzkraut, Wegsenf, Wilder Senf).
Fam.: Brassicaceae (Cruciferae).
Vork.: gemäßigte Zonen Europas und Asiens.
Droge: Sisymbrium-officinale-Kraut (syn. Erysimi herba, Herba Erysimi, Herba Sisymbrii); Raukenkraut (syn. Wegraukenkraut, Wildes Senfkraut), die frische, blühende Pflanze, in Ausnahmen das getrocknete Kraut. Inh.: Glucosinolate, u.a. Sinigrin und Gluconapin. Ferner herzwirksame Glykoside vom Cardenolidtyp (etwa 50 mg/100 g in den blühenden Zweigspitzen), u.a. Corchorosid A und Helveticosid sowie Vitamin C (etwa 215 mg/100 g frische Blätter). Anw.: volkstümlich bei Heiserkeit, Rachen- und Kehlkopfentzündungen, Bronchitis sowie Gallenblasenentzündungen. Geg.: nur bei Überdosierungen sind Effekte möglich, wie sie analog auch mit herzwirksamen Glykosiden erfolgen können. Anwendungsbeschränkungen bestehen allerdings, wenn ohnehin herzwirksame Glykoside appliziert werden oder Kalium-Mangelzustände bestehen.
Hom.: Sisymbrium officinale HAB 1; Wegrauke, die frischen, oberirdischen Teile blühender Pflanzen. Anw.-Geb.: Heiserkeit nach Erkältungen.

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