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Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen: Stachys officinalis

Stachys officinalis (L.) Trev.
(syn. Stachys betonica, Betonica officinalis); Betonie (syn. Echter Ziest, Gemeine Betonie, Heilziest, Flohblume).
Fam.: Lamiaceae (Labiatae).
Vork.: Europa, Asien.
Droge: Betonicae herba (syn. Herba Betonicae, Herba Betoniae); Betonienkraut, das getrocknete Kraut. Inh.: Betonicin, Stachydrin, Turicin, Cholin, Bitterstoffe und Gerbstoffe (bis 15 %). Anw.: volkstümlich bei Erkältungskrankheiten und Verdauungsstörungen.
Hom.: Stachys officinalis HAB 1; Ziest, die frischen, zur Blütezeit gesammelten, oberirdischen Pflanzenteile. Anw.-Geb.: Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, der Galle, Leber und der Bauchspeicheldrüse.
Histor.: Der Gattungsname Stachys (Ähre) bezieht sich auf die Art des Blütenstandes. Als uralte Heilpflanze stand S. officinalis bereits im ägyptischen, griechischen und römischen Altertum in hohem Ansehen. In der von Antonius Musa, dem Leibarzt von Kaiser Augustus, verfaßten Schrift "De herba betonica" wird die Pflanze als Allheilmittel dargestellt. Und nach Plinius gab man einem Kranken, von dem man nicht genau wußte, was ihm fehlte, stets Betonie.

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