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Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen: Tabernanthe iboga

Tabernanthe iboga Baill.
Iboga.
Fam.: Apocynaceae.
Vork.: tropische Urwälder West- und Zentralafrikas.
Drogen: 1. Tabernanthae radix (syn. Tabernanthae radicis cortex); Tabernanthewurzel (syn. Tabernanthewurzelrinde, Boccawurzel, Ibogawurzel), die getrockneten Wurzeln. Inh.: monoterpenoide Indolalkaloide (bis 6 %), u.a. Ibogain und Ibogamin vgl. Formel. Anw.: volkstümlich als Stimulans und Tonikum bei Schwächezuständen. Toxische Dosen bewirken Halluzinationen, die im weiteren Verlauf zu Krämpfen, Lähmungserscheinungen und u.U. zum Tode durch Atemstillstand führen können. 2. Tabernanthae folium; Tabernantheblatt, die getrockneten Blätter. Inhaltsstoffe und Anwendung s. Tabernanthae radix.
Histor.: Im Gebiet von Gabun und Kongo dient die Pflanze im Bwitikult für magisch-religiöse Zwecke. Mit Hilfe der Droge glauben die Eingeborenen, mit den Vorfahren und der Geisterwelt in Kontakt zu treten und sich mit dem Tod auszusöhnen. Auch zu Initiationsfeiern wird die Droge genutzt.

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