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Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen: Tropaeolum majus

Tropaeolum majus L.
(syn. Tropaeolum elatum, T. maius, T. repandifolium, T. schillingii); Kapuzinerkresse (syn. Blumenkresse, Gelbes Vögerl, Große Kapuzinerkresse, Indische Kapuzinerkresse, Jelängerjelieber, Kapuzinerli, Salatblume, Salatkresse, Spanische Kapuzinerkresse, Türkische Kresse), vgl. Abbildung.
Fam.: Tropaeolaceae.
Vork.: heimisch in Südamerika, in Europa eingebürgert und kultiviert.
Droge: Tropeoli herba (syn. Herba Tropeoli); Kapuzinerkressekraut, das frische Kraut. Inh.: Glucosinolate mit Gluctropaeolin (Benzylglucosinolat) als Hauptkomponente. Nach Spaltung wird bes. Benzylsenföl (Benzylisothiocyanat) oder 4-Hydroxybenzylisothiocyanat gebildet. Weitere Bestandteile sind unter anderem Ascorbinsäure (ca. 300 mg/100 g Frischdroge). Anw.: innerlich zur unterstützenden Behandlung von Bronchitiden sowie Infekten der ableitenden Harnwege. In den Heimatgebieten Südamerikas volkstümlich auch als Wundheilmittel sowie gegen Skorbut.
Histor.: Der Gattungsname Tropaeolum ist die Verkleinerungsform vom griechischen trópaion (Siegeszeichen, schildförmiges Blatt). Grund für den Namen gaben die schildförmigen Laubblätter und die helmförmigen Blüten. Der deutsche Name Kapuzinerkresse wurde geprägt, weil die Blüte an die Kopfbedeckung der Kapuziner erinnert. Nach Europa gelangte die aus Peru stammende Pflanze durch Beverning um 1684. In zahlreichen Gartenformen ist sie heute zugleich eine beliebte Zierpflanze.



Tropaeolum majus, Kapuzinerkresse

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