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Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen: Vincetoxicum hirundinaria

Vincetoxicum hirundinaria Medik.
(syn. Alexitoxicum vincetoxicum, Asclepias vincetoxicum, A. alba, Cynanchum vincetoxicum, Vincetoxicum album, V. officinale, V. vincetoxicum, V. vulgare); Schwalbenwurz (syn. Sankt-Lorenz-Wurzel, Sankt-Lorenzkraut, Weiße Schwalbenwurz), vgl. Abbildung.
Fam.: Asclepiadaceae.
Vork.: Europa, Asien, Nordafrika.
Droge: Vincetoxici radix (syn. Radix Vincetoxici, Rhizoma Vincetoxici); Schwalbenwurzel (syn. Giftwurzel, St. Lorenzkrautwurzel), der getrocknete Wurzelstock und die Wurzeln. Inh.: 15-Oxasteroidglykoside mit Secopregnangrundgerüst als Aglyka, u.a. Hirundigenin vgl. Formel und Anhydrohirundigenin. Ferner Alkaloide (0,018 %), u.a. Tylophorin enthaltend, sowie Triterpene, Sterole und Phenolcarbonsäurederivate, u.a. Chlorogensäure und Sinapinsäure. Anw.: volkstümlich zur Erregung von Brechreiz bei Vergiftungsverdacht sowie als harntreibendes und schweißtreibendes Mittel. Früher auch bei Menstruationsbeschwerden.
Hom.: Vincetoxicum hirundinaria HAB 1; Schwalbenwurz, die frischen Blätter. Anw.-Geb.: entzündliche Prozesse, Virusinfektionen.
Histor.: Der Gattungsname Vincetoxicum leitet sich vom lateinischen vincere (besiegen) und toxicum (Gift) ab und bezeichnet eine Pflanze, die als Antidot wirkt. Der Name Schwalbenwurz ist aus dem mittellateinischen Namen der Pflanze hirundinaria bzw. vom lateinischen hirundo (Schwalbe) abgeleitet und drückt die Ähnlichkeit der mit einem Haarschopf versehenen Samen mit fliegenden Schwalben aus. Die giftverdächtige Pflanze wird von Schafen und Rindern gemieden und von Pferden erst nach Frost gefressen.



Vincetoxicum hirundinaria, Schwalbenwurz



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