Direkt zum Inhalt

Lexikon der Astronomie: Helizität

Die Helizität (grch. helix: Schraube) ist eine Quantenzahl, die man aus der Projektion des Spinvektors eines Teilchens auf dessen Bewegungsrichtung (Impulsvektor) gewinnt. Eine solche Projektion gelingt mathematisch mit der Berechnung des Skalarprodukts dieser beiden Vektoren.

Rechts- und linkshändige Teilchen

Helizitäten sind wesentliche Größen der Teilchenphysik. Dabei unterscheidet man:

  • rechtshändige Teilchen mit Helizität +1. Der Spinvektor zeigt in Bewegungsrichtung (parallel).
  • von linkshändigen Teilchen mit Helizität -1. Hier zeigt der Spinvektor entgegen der Bewegungsrichtung (antiparallel).

Teilchen mit/ohne Ruhemasse

Es gibt einen entscheidenden Unterschied zwischen masselosen und massebehafteten Teilchen: Für masselose Teilchen ist die Helizität eindeutig festgelegt. Hingegen kann man für massebehaftete Teilchen Bezugssysteme finden, die verschiedene Helizität haben. Eine Ausnahme bilden die Photonen: Trotz verschwindender Ruhemasse können sie die Helizitäten -1 und +1 haben.
Chiralität und Helizität sind für masselose Teilchen identisch.

Lesermeinung

Wenn Sie inhaltliche Anmerkungen zu diesem Artikel haben, können Sie die Redaktion per E-Mail informieren. Wir lesen Ihre Zuschrift, bitten jedoch um Verständnis, dass wir nicht jede beantworten können.

  • Die Autoren
- Dr. Andreas Müller, München

Partnervideos