Direkt zum Inhalt

Lexikon der Astronomie: Transit

Bei der Bedeckung der Sonne durch einen inneren Planeten (Merkur, Venus) oder einen anderen Himmelskörper (z.B. Kometen) oder auch bei der Bedeckung eines Sterns durch einen extrasolaren Planeten sprechen Astronomen von einem Transit, im Deutschen auch Durchgang genannt. Dabei nimmt die Helligkeit der Sonne bzw. des Sterns für einige Zeit ab.

Praktisch! Das passiert auch extragalaktisch

Dieses Phänomen tritt im Prinzip auch bei weit entfernten (galaktischen oder extragalaktischen) Doppelsternsystemen auf, z.B. bei Röntgendoppelsternen. Bei geeigneter Orientierung zum irdischen Beobachter kommt es vor, dass sich der eine Stern vor den anderen schiebt und dabei die Gesamthelligkeit beider Sterne abnimmt. Solche Systeme heißen Bedeckungsveränderliche – Transit ist dann kein gebräuchlicher Ausdruck.

Eklipsen

Transits sind zu unterscheiden von den Eklipsen (Sonnen- und Mondfinsternisse). In gewisser Weise ist eine Sonnenfinsternis ein extremer Transit, bei dem die Mondscheibe die Sonnenscheibe abdeckt.

Lesermeinung

Wenn Sie inhaltliche Anmerkungen zu diesem Artikel haben, können Sie die Redaktion per E-Mail informieren. Wir lesen Ihre Zuschrift, bitten jedoch um Verständnis, dass wir nicht jede beantworten können.

  • Die Autoren
- Dr. Andreas Müller, München

Partnerinhalte