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Lexikon der Biochemie: Chemotaxis

Chemotaxis, das Vermögen freibeweglicher Organismen auf chemische Verbindungen bzw. deren Konzentrationsveränderungen zu reagieren. Dabei kann es zu Anlockung (positive C.) oder Abstoßung (negative C.) kommen. Chemische Stoffe, die positive C. initiieren, werden auch als Attraktantien (engl. attractants), solche, die negative C. auslösen, als Repellantien (engl. repellents) bezeichnet. Die bakterielle C. gegenüber verschiedenen chemischen Stoffen wird durch chemotaktische Rezeptoren vermittelt. Sie gehören zu einer kleinen Familie von Transmembran-Rezeptorproteinen, die das chemotaktische Signal durch die Zellmembran weiterleiten. Da die chemotaktischen Rezeptoren im Zuge der Interaktion mit dem chemotaktischen Stoff methyliert werden, nennt man sie auch Methyl-akzeptierende Chemotaxisproteine (MCP). Als chemotaktische Stoffe wirken auch kleine Peptide, wie z.B. For-Met-Phe-Leu-OH.

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