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Lexikon der Biochemie: Endotoxine

Endotoxine, Bestandteile der äußeren Zellwand gramnegativer Bakterien, die meistens von abgetöteten und lysierten Bakterien freigesetzt werden. Sie bewirken im eukaryontischen Organismus die Induktion und Freisetzung von Endzündungsmediatoren aus Immunzellen, insbesondere von Makrophagen/Monocyten und Endothelzellen. So werden u. a. der Tumor-Nekrose-Faktor-α (Tumor-Nekrose-Faktor), Thromboxan, Leukotriene, Interleukin-1 und Interleukin-6 (Interleukine) und Stickstoffmonoxid freigesetzt. Die Mediatorinduktion, deren Mechanismus noch unklar ist, reicht von Fieber bis zum septischen Schock. Chemisch sind die E. Lipopolysaccharide (LPS), die aus einer hydrophilen Polysaccharidkomponente sowie einem kovalent angeknüpften Lipidanteil (Lipoid A) aufgebaut sind. Das Lipoid A besteht aus diphosphorylierten Glucosamin-Disacchariden, an die wenigstens sechs Fettsäurereste geknüpft sind. Diese Struktur ist bei den verschiedenen gramnegativen Bakterien ähnlich und bildet das endotoxische Wirkprinzip. Gifte.

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