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Lexikon der Biochemie: Ionenkanal

Ionenkanal, ein Transmembranprotein oder ein Proteinkomplex, der eine hydrophile Pore bildet und es den Ionen dadurch ermöglicht, zwischen den wässrigen Umgebungen auf jeder Membranseite zu wandern. I. sind entweder für Kationen oder Anionen spezifisch. Die Spezifität kann sogar so streng sein, dass nur eine Ionenart akzeptiert wird. Ein I. kann dauerhaft offen sein, so dass ein Ion jederzeit frei passieren kann (z. B. der I., der den Durchtritt von K+ während der Erzeugung des Membranruhepotenzials erlaubt). Die meisten I. öffnen jedoch erst als Antwort auf einen Reiz und heißen deshalb kontrollierte Ionenkanäle. Letztere können wie folgt klassifiziert werden: 1) ligandenkontrollierte I., die als Antwort auf die Bindung eines spezifischen Liganden öffnen, beispielsweise der nicotinische Rezeptor von Acetylcholin; 2) spannungskontrollierte I., die als Anwort auf Änderungen des Membranpotenzials öffnen. [W.A. Catterall "Structure and Function of Voltage-gated Ion Channels" Annu. Rev. Biochem. 64 (1995) 493-531]

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