Direkt zum Inhalt

Lexikon der Biochemie: künstliches Hefechromosom

künstliches Hefechromosom, YAC, engl. yeast artificial chromosome, ein insgesamt 50 kb großer Klonierungsvektor, der aus dem Telomer, dem Centromer und dem Replikationsursprung von Hefechromosomen (Saccharomyces cerevisiae), selektierbaren Hefegenen und weiterer DNA aufgebaut wird. Der Replikationsursprung (autonom replizierende Sequenz) versetzt den Vektor in die Lage, sich unabhängig von den Wirtszellchromosomen replizieren zu können.

In einem YAC können sehr lange DNA-Stücke (bis zu 1.000 kb) kloniert werden. YACs wurden beispielsweise dazu eingesetzt, überlappende Klone von Human-DNA zu isolieren, die sich über die gesamte Länge einzelner Humanchromosomen erstrecken (Humangenomprojekt, Genomprojekte). [D. Cohen et al. Nature 366 (1993) 698-701; A.J. Cuticchia (Hrsg.) Human Genome Mapping – A Compendium, John Hopkins University, Baltimore u. London, 1995]

Lesermeinung

Wenn Sie inhaltliche Anmerkungen zu diesem Artikel haben, können Sie die Redaktion per E-Mail informieren. Wir lesen Ihre Zuschrift, bitten jedoch um Verständnis, dass wir nicht jede beantworten können.

  • Die Autoren

Partnervideos