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Lexikon der Biochemie: Transformation

Transformation, die einfachste Form des genetischen Transfers. "Nackte" DNA einer Donorzelle tritt in eine Rezipientenzelle ein und wird mit Hilfe der genetischen Rekombination in die Rezipienten-DNA eingebaut. Es ist keine andere Trägersubstanz oder -struktur beteiligt. Kleine Donor-DNA-Fragmente penetrieren die Membran (und die eventuell vorhandene Zellwand) der Rezipientenzelle. Avery (USA) führte 1944 die erste beschriebene Transformation durch, indem er nichtpathogene R-Typ-Pneumococcen in pathogene S-Typ-Zellen durch Behandlung mit abgetöteten S-Typ-Zellen transfomierte. Als "transformierendes Prinzip" wurde DNA identifiziert, womit der erste Beweis dafür erbracht wurde, dass das genetische Material der Zelle die DNA ist. Die Transformationshäufigkeit liegt bei <1%; die Ursache dafür ist der schnelle nucleolytische Abbau der Donor-DNA in der Rezipientenzelle vor der Rekombination.

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