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Lexikon der Biochemie: umgekehrter Elektronentransport

umgekehrter Elektronentransport, eine Umkehr der Atmungskettenphosphorylierung, wobei NAD+ durch einen rückläufigen, ATP-abhängigen Elektronentransport reduziert wird. Der u. E. kommt bei Organismen vor, die Wasserstoffdonatoren oxidieren, deren Redoxpotenzial (Oxidation) positiver ist als das der Pyridinnucleotidcoenzyme, und er dient der Oxidation NAD-unspezifischer Substrate (Atmungskette). Beispiel: Succinat + NAD+ → Fumarat + NADH + H+. Das Redoxpaar Succinat/Fumarat (E0' = 0,00 V) hat gegenüber dem Redoxpaar NAD+/NADH + H+ (E0' = -0,32V) ein um 320 mV positiveres Redoxpotenzial. Die Elektronen fließen von Succinat zum Flavoprotein in der Atmungskette und dann über die NADH-Dehydrogenase zu NAD+. Der u. E. konnte bei Nitratbakterien (Nitrobacter), in Mitochondrien aus Flugmuskeln von Insekten und in Nierenmitochondrien unter anaeroben Bedingungen nachgewiesen werden. Er ist ein Merkmal der bakteriellen Photosynthese.

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