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Kompaktlexikon der Biologie: adrenocorticotropes Hormon

adrenocorticotropes Hormon, Abk. ACTH, Corticotropin, ein Hormon des Hypophysenvorderlappens (Hypophyse), das aus einer Polypeptidkette mit 39 Aminosäuren besteht, wobei die Aminosäuren 1 bis 24 bei allen Säugern gleich sind. ACTH wird in den β-Zellen der Adenohypophyse gebildet, seine Ausschüttung wird über das Corticotropin-Releasing-Hormon (CRH) aus dem Hypothalamus gesteuert. Synthese und Sekretion sind eng mit der des Melanocyten stimulierenden Hormons und des β-Endorphins (Endorphine) gekoppelt. ACTH steuert die Synthese und Sekretion der Glucocorticoide (insbesondere des Cortisols) in der Nebennierenrinde. Außerdem wirkt es direkt auf das Fettgewebe ein, wo es die intrazellulären Lipasen und damit den Fettabbau aktiviert und auf die Leber, in der es den Abbau von Cortisol beeinflusst. Überproduktion von ACTH bewirkt eine Hyperplasie der Nebennierenrinde sowie u.a. eine Stimulierung der Hautpigmentierung (Addison'sche Krankheit). Ein Ausfall des Hormons führt zu einer Atrophie der Nebennierenrinde und einer Senkung des Glucocorticoidspiegels im Blut.

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  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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