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Kompaktlexikon der Biologie: Agave

Agave, Gatt. der Agavaceae mit Verbreitung im südlichen Nordamerika, in Mittelamerika und im nördlichen Südamerika. A. besitzen sukkulente (Sukkulenz) Rosettenblätter (Rosette) und bis zu 7 m hohe Blütenstände (Blütenstand). Die Blütenstände bilden sich erst nach sieben bis 15 Jahren (bei manchen Arten noch später), die Pflanzen sterben nach der Fruchtbildung ab. Viele Arten werden als Faserpflanzen genutzt, wobei die Sisalagave, Agave sisalana, die wirtschaftlich bedeutendste ist. Sie hat lanzettförmige, 1 bis 2 m lange, starre und faserreiche Rosettenblätter. Die als Sisalhanf bezeichneten Hartfasern werden vielseitig genutzt. Die Pflanze vermehrt sich meist nicht generativ, sondern erzeugt nach der Fruchtreife Schösslinge und gelegentlich anstelle von Blüten bewurzelte Brutknospen, die abfallen und sich zu neuen Pflanzen entwickeln. Auf Mexiko beschränkt ist die Gewinnung des zuckerhaltigen Saftes der Amerikanischen Agave, A. americana (Abb. Agavaceae), und anderer Arten. Der Saft wird frisch getrunken oder zur so genannten Pulque vergoren.

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  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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