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Kompaktlexikon der Biologie: Aggression

Aggression, feindseliges Verhalten gegenüber Lebewesen der gleichen (intraspezifische A.) oder einer anderen (interspezifische A.) Art. Aggressives Verhalten besteht aus einer Vielzahl agonistischer Handlungen (agonistisches Verhalten), die von Drohung (Drohverhalten) und Einschüchterung, Vertreibung, Schmerzzufügung und Verletzung bis hin zur Tötung reichen. Hinter diesem Verhalten können unterschiedliche Motivationen stehen: Der Feindabwehr dient A. bei einem Gegenangriff nach einem Angriff, bei verhinderter Flucht oder wenn ein Tier in die Enge getrieben ist. Der A. beim Fang von Beutetieren liegt Hunger zugrunde, der A. zwischen männlichen Tieren der gleichen Art oft sexuelle Rivalität. A. kann der Revierverteidigung (Territorialverhalten) und der Verteidigung einer Stellung in der Rangordnung (Rangordnungsverhalten) dienen. Dabei ist der Kampf unter Angehörigen der gleichen Art häufiger ein Kommentkampf als ein Beschädigungskampf. Gruppenaggression ist die A. einer gesamten Tiergruppe und wird meist zur Revierverteidigung eingesetzt. Sie kommt z.B. bei der Fleckenhyäne und bei Staaten bildenden Insekten vor.

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  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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