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Kompaktlexikon der Biologie: Araceae

Araceae, Aronstabgewächse, Fam. der Arales mit ca. 2900 Arten, die überwiegend in den Tropen verbreitet sind. Meist sind es ausdauernde Kräuter oder Sträucher mit Rhizomen oder Rhizomknollen. Die A. spielen besonders in den Regenwäldern als großblättrige Rosettenpflanzen (Rosette) oder Lianen eine große Rolle. Manche lappigen oder sogar durchlöcherten Blätter (z.B. bei der bekannten Zimmerpflanze Monstera) kommen durch das Absterben bestimmter Gewebebezirke der Blattspreite zustande. Die vielgestaltigen Blüten sitzen tragblattlos (Braktee) an meist fleischigen Kolben, die Spatha ist meist auffällig gefärbt. Die Spatha fungiert häufig als Gleitfalle, z.B. auch beim Aronstab (Arum). Der Kolben verströmt einen aasähnlichen Geruch, der Fliegen und Käfer (Aaskäfer, Silphidae) zur Bestäubung anlockt (Aasblumen). Die Früchte (Frucht) sind meistens Beeren.
Die stärkereichen Knollen vieler A. dienen als Nahrung. Von wirtschaftlicher Bedeutung ist hierbei Taro (Colocasia esculenta). Zahlreiche Arten werden als Zierpflanzen kultiviert, z.B. Anthurium (mit grünen, weißen oder oder rot gefärbten Spatha), Dieffenbachia, Monstera, Scindapus und Philodendron. In Mitteleuropa kommen Aronstab (Arum spec.) und Drachen- oder Schlangenwurz (Calla palustris) wild vor ( vgl. Abb. ).



Araceae: Blüte des Aronstabs (Arum spec.)

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Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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