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Kompaktlexikon der Biologie: Arecaceae

Arecaceae, Palmae, Palmen, Fam. der Arecales mit ca. 2700 Arten, die nur in den Tropen und Subtropen verbreitet sind. Es handelt sich überwiegend um hohe, baumförmige Pflanzen, deren Stämme unverzweigt sind und an der Spitze einen Schopf von großen Blättern tragen, die entweder gefiedert (Fiederpalmen) oder fächerartig (Fächerpalmen) gestaltet sind ( vgl. Abb. ). Der Stamm erhält noch vor Beginn des Längenwachstums fast seine endgültige Dicke. Die meist eingeschlechtlichen Blüten stehen in Blütenständen (Blütenstand), die von großen, festen Hochblättern (Hochblatt) umgeben sind. Die sechsteilige Blütenhülle (Perianth) ist unscheinbar. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten oder den Wind. Als Früchte (Frucht) treten Steinfrüchte, Nüsse und Beeren auf.
Chemische Inhaltsstoffe sind vor allem Gerbstoffe, Kohlenhydrate und Öle. Bedeutende Nutzpflanzen sind die Kokospalme (Cocos nucifera), die Ölpalme (Elais guineensis), die Dattelpalme (Phoenix dactylifera), die Betelnusspalme (Areca catechu), die Sagopalmen (Metroxylon-Arten und andere) und die Elfenbeinpalme (Phytelephas macrocarpa). Europäische Arten der A. sind die im westlichen Mittelmeergebiet vorkommende Zwergpalme, Chamaerops humilis, und Phoenix theophrasti, die auf Kreta beheimatet ist.



Arecaceae: Links Dattelpalme (Phoenix dactylifera), rechts Kokospalme (Cocos nucifera)

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Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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