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Kompaktlexikon der Biologie: Avidin

Avidin, aus Eiern von Amphibien, Reptilien und Vögeln isoliertes, aus vier identischen Untereinheiten bestehendes, basisches Glykoprotein. A. bildet zusammen mit Lysozym und Conalbumin das antibakterielle System des Hühnereies. Es besitzt pro Untereinheit 16 Bindungsstellen für Biotin (Vitamin H), mit dem es eine sehr feste, nichtkovalente Bindung eingeht; dies verhindert die Resorption von Biotin im Darm, sodass der Genuss roher Eier zu Biotinmangelerscheinungen führen kann. A. findet in Verbindung mit Biotin Verwendung bei Nachweisreaktionen der biologisch-medizinischen Forschung.

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  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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