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Kompaktlexikon der Biologie: Bakteriorhodopsin

Bakteriorhodopsin, ein Membranprotein der Halobakterien (Halobacteriales), das bei begrenzter Sauerstoffversorgung gebildet wird und als Licht absorbierende Komponente Retinal enthält. Der purpurfarbene Farbstoff-Protein-Komplex hat eine ähnliche Struktur wie die das Rhodopsin tierischer Sehzellen. B. ist eine lichtgetriebene Protonenpumpe. Bei Belichtung mit Grünlicht geht Retinal unter Protonenabgabe in die cis-Form über und gibt dabei ein Proton nach außen in das Periplasma ab, dann nimmt es von innen ein Proton auf und fällt über Zwischenstufen in den Ausgangszustand zurück. B. durchläuft etwa 200mal pro Sekunde einen Fotozyklus, in dessen Verlauf jeweils ein Proton nach außen gepumpt wird. Der Protonengradient kann zur ATP-Synthese genutzt werden. Halobakterien können dadurch auch unter anaeroben Bedingungen Energie gewinnen.

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  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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