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Kompaktlexikon der Biologie: Bauchspeicheldrüse

Bauchspeicheldrüse, Pankreas, eine gemischt exokrin-endokrine, etwa 13 – 18 cm lange Drüse, die retroperitoneal in der Bauchhöhle liegt. Sie wird unterteilt in einen), der in der Pankreaskopf (Caput pancreatis Duodenalschleife liegt, den Pankreaskörper (Corpus pancreatis), der auf Höhe des ersten und zweiten Lendenwirbels vor der Wirbelsäule nach links zieht sowie den Pankreasschwanz (Cauda pancreatis), der am Milzhilum endet. Ausführungsgang ist der Ductus pancreaticus, der zusammen mit dem Ductus choledochus im absteigenden Teil des Duodenums mündet.

Der exokrine Anteil der B. ist eine azinöse Drüse, die den Bauchspeichel sezerniert (täglich etwa 2 Liter), der Amylase, Lipasen sowie Trypsinogen und Chymotrypsinogen enthält. Der hohe Gehalt an Natriumhydrogencarbonat neutralisiert die Magensäure und macht den Nahrungsbrei neutral bis leicht alkalisch. Der endokrine Anteil der B. ist das Inselorgan, die Gesamtheit der Langerhans-Inseln. Sie liegen gut erkennbar inmitten der Drüsenläppchen und sind in den Schwanzabschnitten der B. am häufigsten. Morphologisch und nach Färbbarkeit können A-, B-, und D-Zellen unterschieden werden. Die das Insulin bildenden B-Zellen haben unter den Inselzellen einen Anteil von 80 %. Die oft zipfelartig ausgezogenen A-Zellen produzieren Glukagon und in den D-Zellen wird Somatostatin gebildet. (Verdauung, Diabetes mellitus)

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  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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