Direkt zum Inhalt

Kompaktlexikon der Biologie: Biom

Biom, Bioregion, nach dem Geobotaniker und Ökologen H. Walter die „Grundeinheit der großen ökologischen Systeme“. Dies entspricht einer großen, überschaubaren Landschaftseinheit mit ihrer charakteristischen Vegetation und Fauna ( vgl. Abb. ). Das B. ist durch einen einheitlichen Klimatyp (Zonobiom), Bodentyp (Pedobiom) oder durch ein Gebirgsmassiv (Orobiom) geprägt. Man unterscheidet innerhalb der neun Zonobiome äquatorial, tropisch, subtropisch, mediterran, warmtemperiert, nemoral, kontinental, boreal und polar unter anderem folgende (Sub-)Biome: Tundra, nördliche und feuchttemperierte Koniferenwald-B. (Nadelwaldzone; Nadelwald), temperierte Laubwald-B. (Laubwaldzone), temperierte Gras-B., immergrüne subtropische Laubwald-B., tropische Savannen-B. (Savanne), Hartlaubgehölz-B. (Hartlaubvegetation), tropische Strauch- und Laubwald-B. und tropische Regenwald-B. (Regenwald).

Bei einem B. handelt es sich nicht um eine funktionelle Einheit, da die einzelnen Ökosystem aufgrund großer Entfernungen nicht in Wechselbeziehungen miteinander treten können.



Biom: Vegetationstypen der Erde

Schreiben Sie uns!

Wenn Sie inhaltliche Anmerkungen zu diesem Artikel haben, können Sie die Redaktion per E-Mail informieren. Wir lesen Ihre Zuschrift, bitten jedoch um Verständnis, dass wir nicht jede beantworten können.

  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

Partnerinhalte