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Kompaktlexikon der Biologie: Biotin

Biotin, Vitamin H, zyklisches Derivat des Harnstoffs. Im Zellstoffwechsel fungiert B. als Coenzym der Carboxylasen, indem es über die Carboxylgruppe seiner Seitenkette ( vgl. Abb. ) mit der ε-Aminogruppe eines Lysin-Restes des Enzyms eine amidartige Bindung eingeht. In dieser Form kann an ein Stickstoffatom des Biotin-Restes Hydrogencarbonat (HCO3-) anlagern (Carboxy-Biotin, aktiviertes Kohlenstoffdioxid), das dann bei zahlreichen Carboxylierungsreaktionen übertragen werden kann. Ein Beispiel für eine B.-abhängige Reaktion ist die Bildung von Oxalacetat aus Pyruvat (Gluconeogenese). – B. kommt u.a. in Leber, Eigelb, Weizenkleie und Sojabohnen vor. Es wird von einigen Darmbakterien synthetisiert, sodass ernährungsbedingter Mangel an B. nur bei übermäßigem Genuss roher Eier vorkommt, da das Eiklar-Protein Avidin B. fest bindet und seine Resorption verhindert. B.-Mangelsymptome sind Dermatitis und Seborrhoe (übermäßige Talgproduktion).



Biotin:

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  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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