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Kompaktlexikon der Biologie: Caelifera

Caelifera, Kurzfühlerschrecken, mit rund 7100 Arten weltweit verbreitete Gruppe der Insecta, davon in Mitteleuropa 45 Arten. C. sind 7 – 65 mm, bis maximal 120 mm lang mit einer Flügelspannweite von bis zu 230 mm. Die Antennen sind kurz und manchmal am Ende keulenförmig verdickt. Die Flügel können reduziert sein oder völlig fehlen, bei manchen Arten sind die Hinterflügel auffällig rot oder blau gefärbt. Die Hinterbeine sind als Sprungbeine ausgebildet mit verdickten Schenkeln. Sie dienen oft der Stridulation („Zirpen“), indem eine Zapfenreihe an den Hinterschenkeln über eine Ader des Vorderflügels gestrichen wird. Die Eier werden in Paketen meist im Boden abgelegt. Die Entwicklung erfolgt meist über fünf bis sechs Nymphenstadien, wobei die erste Larve noch keine Sprungbeine besitzt. Zu den C. gehören u.a. die bis 25 mm lange Schönschrecke (Calliptamus italicus), sowie die wärmeliebende, besonders auf Ödland lebende Schnarrschrecke (Psophus stridulus) mit roten, braun geränderten Hinterflügeln. Die Gattung Grashüpfer (Chorthippus spec.) beinhaltet einige sehr nahe verwandte Arten, wobei Bastardbildung durch Unterschiede im Gesang und ökologische Trennung (unterschiedliche Biotopansprüche) weitgehend vermieden wird. Sie finden sich im Spätsommer und Herbst massenhaft auf Wiesen. Ebenfalls zu den C. gehören die Wanderheuschrecken.

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  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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