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Kompaktlexikon der Biologie: Calcitonin

Calcitonin, Abk. CT, ein Peptidhormon der Schilddrüse (bzw. des Ultimobranchialkörpers), das aus 32 Aminosäuren aufgebaut ist, deren Sequenz deutliche Artunterschiede zeigt. Die Freisetzung von C. bewirkt eine rasche Senkung des Ca2+-Spiegels im Blut, vor allem, indem durch Hemmung der Aktivität von Osteoklasten die Einlagerung von Ca2+ in die Knochensubstanz gefördert wird; damit ist es ein Antagonist zum Parathormon. Zugleich verlangsamt C. den Verdauungsprozess, um eine gleichmäßige Aufnahme von Ca2+ zu gewährleisten und die Ausscheidung eines Ca2+-Überschusses durch die Niere zu verhindern. Gastrointestinale Hormone, wie Glucagon, Gastrin und Cholecystokinin, stimulieren die Freisetzung von C. In den Zielorganen (Knochen, Niere) wird die Wirkung von C. durch cAMP vermittelt. Im Blut zirkulierendes C. passiert die Blut-Hirn-Schranke und bindet an spezifische zentralnervöse Rezeptoren. Die Verabreichung von C. hat antinozizeptive Wirkung, d.h. es bewirkt eine reduzierte Schmerzwahrnehmung. Erhöhte C.-Werte haben Bedeutung als Tumormarker für das C-Zell-Karzinom der Schilddrüse.

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  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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