Direkt zum Inhalt

Kompaktlexikon der Biologie: Chiasma opticum

Chiasma opticum, Sehnervenkreuzung, die an der Basis des Zwischenhirns (Gehirn) liegende partielle oder vollständige Kreuzung der beiden von den Augen kommenden Sehnerven. Bei niederen Wirbeltieren, so z.B. dem Frosch kreuzen im C.o. alle Nervenfasen des vom linken Auge kommenden Sehnerven in die rechte Hirnhälfte und umgekehrt. Bei den Säugetieren kreuzt dagegen nur noch ein Teil der Nervenfasern und beim Menschen sind es nur noch gut die Hälfte der Axone, die im C.o. kreuzen. Dies steht offensichtlich mit dem binokularen Sehen in Zusammenhang: In dem Maße, wie sich die Gesichtsfelder der beiden Augen überlappen, bleiben im C.o. die Axone der temporal gelegenen Ganglienzellen der Netzhaut ungekreuzt, während die nasal liegenden Ganglienzellen kreuzen. Dies bedeutet, dass hinter dem C.o. im Tractus opticus jeweils die Fasern der gleichseitigen temporalen Netzhauthälfte zusammen mit denjenigen der kontralateralen nasalen Netzhauthälfte vereint sind.

Lesermeinung

Wenn Sie inhaltliche Anmerkungen zu diesem Artikel haben, können Sie die Redaktion per E-Mail informieren. Wir lesen Ihre Zuschrift, bitten jedoch um Verständnis, dass wir nicht jede beantworten können.

  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

Partnerinhalte