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Kompaktlexikon der Biologie: Coleoptera

Coleoptera, Käfer, mit mindestens 350000 Arten (in Mitteleuropa etwa 8000) die artenreichste Gruppe der Insecta. Sie sind von 0,25 mm bis maximal 160 mm lang mit zu mehr oder weniger stark sklerotisierten Elytren umgewandelten Vorderflügeln, die die häutigen Hinterflügel und das weiche Abdomen schützen. Bei manchen Gruppen sind die Vorder- oder auch die Hinterflügel verkürzt oder reduziert. Die Antennen sind meist elfgliedrig und sehr unterschiedlich gestaltet, die Mundwerkzeuge überwiegend beißend-kauend. Die Beine sind i.d.R. Laufbeine, können aber auch zu Schwimm- oder Grabbeinen umgewandelt sein. Die Verwandlung der C. ist vollkommen (Holometabolie; Metamorphose), die Entwicklung dauert je nach Art wenige Wochen bis einige Jahre. Die C. haben fast alle Lebensräume besiedelt, dementsprechend sind auch Lebens- und Ernährungsweise sehr vielfältig.

Die systematische Untergliederung wird unterschiedlich gehandhabt, im Wesentlichen werden vier Großgruppen unterschieden: Die Archostemata, die Adephaga, die Myxophaga und die Polyphaga. Die größte Vielfalt findet sich innerhalb der Polyphaga.

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  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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