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Kompaktlexikon der Biologie: Crassulaceae

Crassulaceae, Dickblattgewächse, Fam. der Saxifragales mit ca. 1500 Arten. Es sind krautige, blattsukkulente (Blattsukkulente, Sukkulenz) Pflanzen mit dickfleischigen Blättern und Stängeln ohne Nebenblätter. Die Blätter stehen häufig in Rosetten und besitzen nur wenige, eingesenkte Spaltöffnungen (Stomata). Gegen Wasserverlust sind sie oft auch durch Haare und eine verdickte Cuticula geschützt. Die Blüten sind meist fünfzählig. Die Pflanzen gedeihen meist an trockenen Standorten und kommen hauptsächlich in den Trockengebieten von Südafrika, Mexiko und im Mittelmeerraum vor, einige Arten sind Kosmopoliten. Die sehr umfangreiche südafrikanische Gatt. Dickblatt (Crassula) enthält viele Zierpflanzen. Zu der besonders auf Madagaskar und in Südafrika verbreiteten Gatt. Kalanchoe gehört die bekannte Art Kalanchoe blossfeldiana, das Flammende Käthchen. Diese Art ist eine typische Kurztagpflanze und wird in der Pflanzenphysiologie häufig als Versuchsobjekt verwendet. Die tropische Gatt. Brutblatt (Bryophyllum) enthält Arten, die Brutknospen an den Blatträndern entwickeln. Einheimisch sind verschiedene Arten der Fetthenne oder des Mauerpfeffers (Sedum) z.B. die an Mauern, Felsen und in trockenen Wäldern vorkommende Große Fetthenne (Sedum telephium) und der gelb blühende Mauerpfeffer (Sedum acre) ( vgl. Abb. ). Die meisten Arten des Rosetten bildenden Hauswurz (Sempervivum), die vielfach in Steingärten kultiviert werden, stammen aus den Gebirgen Mittel- und Südeuropas.

Nach den C. ist der Crassulaceen-Säurestoffwechsel (crassulacean acid metabolism, Abk. CAM; CAM-Pflanzen) benannt. Zu den CAM-Pflanzen gehören neben den C. auch andere Pflanzenfamilien mit Arten, die an trockene Standorte angepasst sind.



Crassulaceae: a Fetthenne (Sedum telephium), b Mauerpfeffer (Sedum acre), c Hauswurz (Sempervivum tectorum)

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Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

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Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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