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Kompaktlexikon der Biologie: Cycadales

Cycadales, Cycadeen, Palmfarne, Ord. der Klasse Cycadopsida. Nach artenreicher Entfaltung im Mesophytikum sind davon heute nur zehn artenarme Gatt. erhalten geblieben: die Cycadaceae mit Cycas von Madagaskar bis Polynesien und Ostasien, die Stangeriaceae mit Stangeria in Afrika, die Boweniaceae mit Bowenia in Nordost-Australien und die Zamiaceae, deren Gatt. in Australien, Afrika und Amerika verbreitet sind.

Die Pflanzen erinnern an Palmen. Sie haben einen kräftigen, meist unverzweigten Stamm, der oben einen Schopf großer, schraubig gestellter, farnwedelartiger Laubblätter trägt ( vgl. Abb. ). Die diözisch verteilten Sporophylle sind i.Allg. zu großen, zunächst terminal stehenden Zapfen vereinigt. Die Mikrosporophylle sind bei allen C. schuppen- oder schildförmig und tragen an der Unterseite zahlreiche Pollensäcke. Die Megasporophylle haben z.T. größere sterile, oft gefiederte Endabschnitte. Sie tragen am unteren Ende randständig mehrere Samenanlagen. Im Lauf der Entwicklung haben sich bei den C. der sterile Endteil der Megasporophylle und die Zahl der Samenanlagen immer mehr zurückgebildet, sodass bei einigen Vertretern nur noch zwei Samenanlagen an einem schuppenförmigen Megasporophyll stehen ( vgl. Abb. ). – Aus dem stärkereichen Mark einiger Arten (u.a. Cycas revoluta) wird Sago gewonnen.



Cycadales: Die Megasporophylle der Cycadales lassen eine fortschreitende Reduktion des Blattcharakters erkennen. a Cycas revoluta, b Cycas circinalis, d Dioon, d Macrozamia, e Zamia



Cycadales: Cycas spec. rechts Cycas revoluta

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Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
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Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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