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Kompaktlexikon der Biologie: Cyperaceae

Cyperaceae, Riedgräser, Sauergräser, einzige Fam. der zu den Liliopsida gehörenden Ord. Cyperales mit ca. 3600 Arten, die über die ganze Erde verbreitet sind, hauptsächlich jedoch in den kalten und gemäßigten Zonen vorkommen. C. sind krautige, grasähnliche Pflanzen, deren dreikantige Stängel nicht knotig verdickt und nicht hohl sind. Die Blätter sind schmal linealisch und dreizeilig angeordnet. Die Blüten sind überwiegend zu rispen-, köpfchen- oder ährenähnlichen Blütenständen (Blütenstand) vereint und werden durch den Wind bestäubt (Anemogamie). Als Früchte werden dreikantige oder linsenförmige Nüsschen gebildet. Die umfangreichste Gatt. ist Cyperus, deren Arten vor allem in tropischen und subtropischen Gebieten verbreitet sind. Hierzu gehören die Papyrusstaude (Cyperus papyrus) und die aus Ostafrika stammende Erdmandel (Cyperus esculentus) deren stärke- und ölreiche Ausläuferknöllchen („Erdmandeln“) zu Nahrungszwecken und zur Ölgewinnung genutzt werden.

Vorwiegend in Sümpfen und Mooren wachsen die bei uns heimischen Arten der Gatt. Wollgras (Eriophorum) ( vgl. Abb. ), Sumpfried (Eleocharis) und Simse (Scirpus). Die am Titicacasee vorkommende Tatora-Simse (Scirpus californicus ssp. Tatora), bildet die Lebensgrundlage verschiedener Indianerstämme. Eine artenreiche Gatt. ist auch die Segge (Carex), von der zahlreiche Arten auch bei uns heimisch sind. Auf Wiesen, an Wegrändern und an Böschungen wächst die Behaarte Segge, Carex hirta.



Cyperaceae: a Behaarte Segge (Carex hirta), b Scheidiges Wollgras (Eriophorum vaginatum), c Teichsimse (Scirpus), d Gemeines Sumpfried (Eleocharis palustris), e Erdmandel (Cyperus esculentus)

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Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

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Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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