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Kompaktlexikon der Biologie: Darmnervensystem

Darmnervensystem, Eingeweidenervensystem, Teil des vegetativen Nervensystems, das im Grunde als das eigentliche autonome Nervensystem angesehen werden kann, denn es funktioniert auch ohne zentralnervöse Einflüsse von Sympathikus und Parasympathikus. Das D. besteht aus Ansammlungen von Nervenzellen, die als Plexus myentericus (Auerbach-Plexus) zwischen der glatten Längsmuskulatur und der glatten Ringmuskulatur und als Plexus submucosus (Meißner-Plexus) innerhalb der Ringmuskulatur liegen. Es sind sensorische (durch Dehnung der Darmwand erregte) und motorische (die Muskulatur und die Drüsenzellen innervierende) Neurone sowie Interneurone zwischen den afferenten und motorischen Neuronen. Muskeltonus und Kontraktionsrhythmus werden vom Plexus myentericus gesteuert, die Sekretion der Mukosazellen hauptsächlich über den Plexus submucosus. Über Parasympathikus und Sympathikus werden die Funktionen des D. an das Verhalten des Organismus angepasst. Die Zahl der Neuronen des D. entspricht mit ca. 108 etwa der Zahl der Neuronen im gesamten Rückenmark.

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  • Die Autoren

Redaktion:
Dipl.-Biol. Elke Brechner (Projektleitung)
Dr. Barbara Dinkelaker
Dr. Daniel Dreesmann

Wissenschaftliche Fachberater:
Professor Dr. Helmut König, Institut für Mikrobiologie und Weinforschung, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Professor Dr. Siegbert Melzer, Institut für Pflanzenwissenschaften, ETH Zürich
Professor Dr. Walter Sudhaus, Institut für Zoologie, Freie Universität Berlin
Professor Dr. Wilfried Wichard, Institut für Biologie und ihre Didaktik, Universität zu Köln

Essayautoren:
Thomas Birus, Kulmbach (Der globale Mensch und seine Ernährung)
Dr. Daniel Dreesmann, Köln (Grün ist die Hoffnung - durch oder für Gentechpflanzen?)
Inke Drossé, Neubiberg (Tierquälerei in der Landwirtschaft)
Professor Manfred Dzieyk, Karlsruhe (Reproduktionsmedizin - Glück bringende Fortschritte oder unzulässige Eingriffe?)
Professor Dr. Gerhard Eisenbeis, Mainz (Lichtverschmutzung und ihre fatalen Folgen für Tiere)
Dr. Oliver Larbolette, Freiburg (Allergien auf dem Vormarsch)
Dr. Theres Lüthi, Zürich (Die Forschung an embryonalen Stammzellen)
Professor Dr. Wilfried Wichard, Köln (Bernsteinforschung)

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